Unterhaltsansprüche Ehepartner

In der Trennungszeit hat der geringer verdienende Partner meist einen Unterhaltsanspruch. Auch zwischen Eltern, die nicht miteinander verheiratet sind, bestehen wegen Kindesbetreuung Unterhaltsansprüche.

Nach einer Scheidung wird ein möglicher Unterhaltsanspruch des Partners, dessen Lebensbedarf nicht durch eigene Einkünfte gedeckt ist, anhand seiner individuellen Biographie geprüft. Zentral ist dabei die Frage, ob ehebedingte Nachteile in der Ehezeit eingetreten sind, z. B. durch Berufsaufgabe wegen Kinderbetreuung.

Gerade in diesem Bereich ist eine umfassende Beratung notwendig. Es ergeben sich viele Fragen, z.B.:

  • Was ist, wenn ich krank bin und nicht mehr arbeiten kann?
  • Kann ich mich erstmal beruflich weiter qualifizieren, damit ich eine Stelle finde?
  • Wie lange kann ich wegen der Betreuung der Kinder zu Hause bleiben?
  • Wie lange kann ich Unterhalt bekommen?

 

Ermittlung des Anspruchs

Nach Klärung der Frage, ob grundsätzlich ein Unterhaltsanspruch besteht, ist die Frage der Höhe des Anspruchs zu klären, also eine Unterhaltsberechnung vorzunehmen. Dazu hat jeder Partner ein Auskunftsrecht über die Höhe des Einkommens und des Vermögens des anderen.